Déjà-vu am O-See

Veröffentlicht: 2. Juni 2015 in Berichte, Triathlon

M-DistanzSonntag, 31. Mai 2015, 8:30 Uhr, Deutschland, Uelzen, Oldenstätter See (kurz: O-See), Luft 8°C, Wasser 15°C (gefühlte 3°C), wolkig: Ich stehe im kalten Wasser und friere. Was zum Geier machst Du schon wieder hier? Wie bereits im letzten Jahr, starte ich beim O-See Triathlon auf der Mitteldistanz. D.h. 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21 km Laufen.

Peng, Startschuss und los geht’s. Die niedrige Wassertemperatur ist das Eine, aber ich muss mich auch erst wieder an das Getümmel um mich herum gewöhnen, denn dies ist mein erster Triathlon in diesem Jahr. Zusammen mit mir sind an diesem Sonntagmorgen ca. 150 Triathleten auf der Mitteldistanz am Start. Es sind zunächst 2 Runden im O-See zu schwimmen. Mindestens die Hälfte der Athleten schwimmen mir sofort davon. Aber abwarten, ich kann Ausdauer! Nach 37 Minuten ist die “Zitterpartie” dann für mich vorbei und es geht ab in die Wechselzone. Im letzten Jahr hatte ich hier sehr, sehr, sehr viel Zeit verdaddelt, weil ich nicht aus meinem Neo rauskam. Und was soll ich sagen – ein Déjà-vu:  Auch dieses Mal läuft es nicht viel besser, muss mir sogar ein paar dumme Sprüche anhören, dass man den Wechsel auch schneller hinbekommt. Egal, jetzt kommt das Radfahren, da spielen 1-2 Minuten Wechselzonenverdaddelei bei mir traditionell sowieso keine Rolle.

Die 90 Radkilometer, welche sich auf 4 Runden verteilten, liefere ich nach 2:54 h ab. „The same procedure as every year“, denn letztes Jahr hatte ich exakt die gleiche Zeit. O-See_LaufenImmerhin nicht schlechter geworden. Das Wetter ist jetzt mit 17°C, leichtem Wind und mittlerer Bewölkung im optimalen Bereich.

Nach einem Profimäßigem zweiten Wechsel “gehe” ich dann auf die Laufstrecke. Die ist hier durchaus anspruchsvoll – könnte man fast schon als Crosslauf bezeichnen. Der O-See muss nun zu Fuß insgesamt 8 Mal umrundet werden, was nach jeder Runde mit einem schicken rosafarbenen Armbändchen belohnt wird. Bereits nach dem dritten Band ist man permanent am Nachzählen – blos nicht ‘ne Runde zu viel laufen! Ich laufe die erste Runde gemütlich los und will mich dann steigern, um den Halbmarathon unter 1:40 h zu schaffen – so die Theorie. Irgendwann (zu spät) merke ich dann, dass ich für die 1:40 h doch etwas zu langsam laufe, ziehe dann zwar das Tempo zum Schluss noch an, was den ein oder anderen sehr gefrustet haben wird, aber für die 1:40 reicht es dann trotzdem nicht mehr.

Die Ziellinie erreiche ich relativ entspannt nach 5:20 h als 70. von 131 Männern, womit ich bei dem hochklassigen Teilnehmerfeld durchaus zufrieden bin. Als nächstes steht nun in 4 Wochen der IRONMAN Nizza an, mein vorläufiges Highlight in diesem Jahr.

Salut!

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