1.Indoorman Triathlon in Rostock

Veröffentlicht: 8. Februar 2016 in Berichte, Triathlon

Mein diesjähriger Einstieg in die Triathlon-Saison fand überraschend früh und bei tropischen Wetterverhältnissen spontan am vergangenen Wochenende beim 1.Indoorman in Rostock statt. Nur zwei Tage vor dem Start hatte ich von diesem neuen Event erfahren. Die 130 Startplätze waren zu diesem Zeitpunkt bereits komplett ausgebucht. Auf Nachfrage beim Veranstalter, dem TG triZack Rostock e.V., konnte ich jedoch spontan als Ersatzman für einen ausgefallenen Athleten einspringen. Die 15 Euro Startgeld kann man verglichen mit den IRONMAN-Preisen sicherlich als „kaum zu toppen“ bewerten.

Lediglich 375 m Schwimmen im wohltemperiertem 26°C-Becken, 8 km auf dem Ergometer und 2,5 km auf dem Laufband galt es am Sonntag, dem 7.Februar zu überwinden. Allerdings darf man sich durch die kurzen Distanzen nicht täuschen lassen, denn hier heißt es “Volle Pulle” in jeder Disziplin – für mich als Ausdauer-Spezialist also eine echte Herrausforderung. Der Schwimmstart erfolgte in Gruppen mit je 8 Athleten wahlweise vom Beckenrand oder direkt im Wasser. Vom Schwimmen ging es mehr oder weniger direkt auf’s Ergometer, auf dem man nun so schnell wie möglich die 8 km zu absolvieren hatte. Vom Ergometer runter, hieß es dann 2,5 km “All-Out” auf dem Laufband.

Neben vielen Hobby-Athleten waren auch überraschend viele Profis und Spezialisten für die Einzeldisziplinen am Start. Unter ihnen Bundesligisten, DM/EM/WM/Olympia-Teilnehmer und Kader, junge Nachwuchstalente usw. Zum Vergleich hier mal die jeweils besten Zeiten der Einzeldisziplinen (Einzel und Staffel) gegenüber meinen Zeiten:

Beste Zeit Meine Zeit
Swim (375m) 4:37 min (1:14 min/100m) 7:39 min (2:02 min/100m)
Bike (8 km) 9:31 min (50,4 km/h) 13:00 min (36,9 km/h)
Run (2,5 km) 7:23 min (2:57 min/km) 10:29 min (4:12 min/km)
Gesamt 22:25 min 31:41 min

Beim Schwimmen war ich ziemlich langsam unterwegs. Weshalb, weiß ich nicht genau, vermutlich hat der Triathlon-Einteiler etwas gebremst. Ich bin jedoch als 4. in meiner Gruppe aus dem Wasser rausgekommen. Den ersten (entscheidenden) Wechsel hätte ein Profi fast nicht besser hinbekommen, allerdings musste ich meine schnelle Wechselzeit anschließend auf dem Ergometer wieder einbüßen, weil ich den Start-Knopf zu spät gedrückt hatte, bzw. dieser zu träge reagierte. Auf dem Laufband hatte ich ähnliche Probleme. Im Gegensatz zum Laufen draußen, braucht das Laufband etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Ebenso musste man nach den 2,5 km warten, bis das Laufband zum völligem Stillstand gekommen war und dann noch ca. 20 m in das eigentliche Ziel laufen. Der wirkliche Pace auf dem Laufband war also etwas schneller. Fast tot, aber super glücklich, flog ich dann nach 31:41 min als 30. unter den Männern über die Ziellinie. Mit diesem Ergebnis bin ich eigentlich auch sehr zufrieden.

Insgesamt finde ich, war der Indoorman wirklich eine sehr gelungene Veranstaltung. Ist sicherlich nicht selbstverständlich, dass ein Debüt so gut gelingt. Vielen Dank auch an die wirklich zahlreichen Helfer und die netten Damen an der Verpflegung. Ich bin mir sicher, dass ich wieder teilnehmen werde und nächstes Mal die 30-Minuten-Grenze knacken werde. Dieses neue Format wird sicherlich schnell viele Fans finden.

Indoorman Rostock

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Kommentare
  1. Wow, das ist der Hammer. Glückwunsch zum Ergebnis.

    Hätte ich das gewusst. Rostock ist ja immer eine Reise wert! Aber mal eine Frage. Geht man nass auf das Ergometer? Dann direkt weiter auf das Laufband?

    • Alex sagt:

      Also ich bin im (nassen) Triathlon-Einteiler direkt auf’s Ergometer rauf. Einige hatten auch nur ’ne Badhose an und sich dann schnell ein T-Shirt übergezogen. Richtig trocken wird man bei den tropischen Temperaturen sowieso nicht.

      • Super, danke. Das hatte ich mich immer schon gefragt, wie das so abläuft. Wenn der Einteiler bremst, wäre als Frau ja ein Schwimmzweiteiler vielleicht von Vorteil, den man dann einfach bei allem an lässt und nur Shirt überwirft, wenn nötig.

  2. Alex sagt:

    Ich vermute auch nur, dass mich der Einteiler gebremst hat. Bisher hatte ich den beim Schimmen immer nur unter dem Neo an. Und da spielt er ja keine Rolle. Normalerweise schwimme ich im Schnitt mindestens 1:55 min/100m (auch im Training). Das hat auch meine Uhr angezeigt. Mit Neo bin unter 1:50. Deshalb war ich etwas überrascht. Ich weiß auch nicht genau, wann und wie die Schwimmzeit gestoppt wurde, da wir keine Zeitmesschips hatten. Insgesamt wurde aber alles peinlich genau von den Helfern gemessen. Kann mir vorstellen, dass sie das im nächsten Jahr ändern werden.

  3. saffti sagt:

    Oooooch, das hätte mich als alter Beckenschwimmer ja auch gereizt – und man muss sich kein teures Rad anschaffen… Aber die Distanzen sind ja wirklich seeeehr kurz.

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