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Zurück auf Start

Veröffentlicht: 23. Juni 2017 in Allgemein

Es kann nicht immer nur die Sonne scheinen. „Zurück auf Start“ – unter diesem Zeichen stand für mich die erste Jahreshälfte 2017, und das gleich mehrfach.

Der Plan

Nachdem ich die Langdistanz jetzt bereits vier mal mehr oder weniger erfolgreich gemeistert hatte, stand für mich außer Frage, dass sich auch 2017 wieder alles auf diese Karte setze. Nach einigen Überlegungen welcher Wettkampf es denn sein könnte (Ich tendierte zwischen IRONMAN Zürich, den ich jedoch ganz schön teuer fand, und irgendwas „Abgefahrenes“ in den USA oder Australien, was ich dann wieder mit einem Urlaub verbunden hätte. Allerdings störte mich an diesem Gedanken die logistische Komponente.), kam der IRONMAN Hamburg im August 2017 als neuer Event quasi direkt vor meiner Haustür ins Spiel. Obwohl ich die Anmeldegebühren von ca. 500 Euro ganz schön heftig fand, meldete ich mich als einer der ersten an. Somit war meine Konstante für die Saison 2017 gesetzt.  Als Vorbereitungswettkämpfe meldete ich gleich noch zwei Mitteldistanzen, nämlich den Alpe d’Huez Triathlon und den Ostseeman 113 an. Außerdem wollte ich die Vätternrundan (300 km Rad in Schweden) bewältigen. Und um das Jahr dann auch noch richtig vollzustopfen, beschloss ich noch den Salah-Cup (7 Volksläufe) mitzunehmen und an der Verbandsliga (5 kurze Triathlons) teilzunehmen. Obendrein erhascht ich auch noch ein Ticket für den New York Marathon. Ach ja, und der Hamburg-Marathon natürlich. Soweit der Plan … mehr ging nicht … 😉

Start ins Training

Es sollte dann doch etwas anders laufen als geplant. Nach dem ÖTILLÖ Ende Oktober 2016, war ich aufgrund einer Achillissehnentzündung zunächst mal für ein paar Wochen außer Gefecht gesetzt. Eigentlich wollte ich meine bis dahin ganz gute Form in die neue Saison retten. Die war allerdings nach dieser ersten Zwangspause futsch und somit war mein Zähler Ende November erst einmal wieder auf Null gesetzt. Das war nicht weiter dramatisch. Meinen Trainingsfokus wollte ich sowieso auf das Radfahren setzen. Also fing ich Anfang Dezember 2016 nochmal ganz von vorne an. Baute mein Radtraining langsam auf und meine Leistungskurve ging auch schön konstant nach oben.  Alle 4 Wochen machte ich einen 20-minütigen All-Out-Test auf meiner Rolle und konnte eine schöne Steigerung beobachten. Dazu ging ich weiterhin 2 mal die Woche schwimmen und 3-4 mal die Woche laufen. Dann machte ich allerdings ziemlich früh im Jahr den entscheidenden Fehler: Ich steigerte zusätzlich meine Laufumfänge  und kombinierte auch Laufen und Rad.

Erstes Reset

Zunächst nur sehr schleichend, hatte ich nach dem Laufen immer wieder Schmerzen in meinem linken Fußknöchel. Anfangs nur leicht, kaum zu lokalisieren und nach wenigen Stunden wieder weg. Ich überhörte leider diese Warnsignale und nahm erst viel zu spät wirklich wahr, was sich da auf- oder genauer gesagt abbaute. Nach einem 30-km-Trail-Trainingslauf auf gefrorenem Boden, bei dem ich mehrfach mit dem Fuß umknickte, hatte ich das erste Mal richtige Schmerzen, die auch länger anhielten.

MRT vom meinem Knochenmarködem

Ich gönnte mir ein paar Tage Laufpause. Allerdings stand dann eine Woche später bereits der erste (Trail-) Halbmarathon in Amelinghausen an. Dieser Wettkampf gab leider meinem Fuß den Rest und kostete mich letztendlich die ganze Frühjahrssaison. Am Tag danach fuhr ich mit meiner Frau ins Krankenhaus und bekam ein MRT mit der Diagnose „mehrere Knochenmarködeme im linken Fuß“ – 6-8 Wochen absolutes Laufverbot. Ansonsten würde das zu einer Streßfraktur führen, welche ein Aus für 6 Monate bedeutet hätte.

Für mich brach damit erst einmal eine Welt zusammen, aber „eigentlich“ wollte ich mich ja auf das Radfahren konzentrieren. Radfahren und Schwimmen waren „erlaubt“, soweit hatte ich den Arzt verstanden und mehr oder weniger hatten das auch meine Recherchen im Internet ergeben. Also fuhr ich jetzt noch mehr Rad, um das fehlende Laufen zu kompensieren. Mein Fuß erholte sich langsam wieder und meine Radleistung steigerte sich weiterhin, aber ich konnte natürlich nicht die geplanten Wettkämpfe mitmachen.

Als ich ca. 7 Wochen später, Ende April, wieder mit dem Laufen anfing, war meine Laufkondition fast komplett weg. Gefühlt fing ich wieder bei Null an. Nach meiner ersten Runde von nur 5 km hatte ich zwei Tage lang Muskelkater und mein Laufpuls lag 10-15 Schläge über meinem Normalwert. Anfangs hatte ich noch leichte Schmerzen im Fuß, war mir aber nicht sicher ob ich mir das nur einbildete. Trotzdem blieb ich beim Laufen vorsichtig und steigerte mich nur relativ langsam hoch.

Zweites Reset

Anfang Mai hatte ich dann allerdings einen Unfall mit dem Rad. Nach einer 100km-Trainingsfahrt stürzte ich quasi vor meiner Haustür bei voller Geschwindigkeit. Die Ursache ist mir bis heute unklar. Vermutlich ein Blackout wegen Dehydrierung. Ein paar Passanten, die meinen Sturz beobachtet hatten, erzählten mir, dass ich wohl ein paar Minuten „weg“ war, weshalb sie dann auch den Notdienst gerufen haben. Mit Blaulicht wurde ich dann, wegen des Verdachts auf Gehirnerschütterung und innere Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Dort stellte sich jedoch schnell heraus, dass mir bis auf ein paar Schürfwunden und Prellungen nichts weiter passiert war. Dennoch machte mich das Ganze etwas unsicher und ich pausierte wieder ein paar Tage.

Drittes Reset

Nur zwei Wochen später musste ich allerdings schon wieder mit dem Training pausieren. Eine simple Erkältung zwang mir letztendlich eine weitere fast 3-wöchige Pause auf. Damit war mein Zähler wieder auf fast Null zurückgesetzt.

Training

Trainingsverlauf 1.HJ/2017

Fazit

Mein Fazit aus dem ganzen Dilemma ist, dass ich wohl insgesamt etwas zu heftig und zu früh in das Training eingestiegen bin, vermutlich übertrainiert habe, was mir letztendlich das ganze Frühjahr versaut hat. Ich schraube für dieses Jahr meine Ansprüche etwas runter und hoffe, dass ich trotzdem irgendwie durch die Saison 2017 komme. Seit einer Woche trainiere ich wieder im normale Modus, aber es fällt mir schwer mich zu motivieren und ich habe auch ein paar Kilo zugenommen. Ich hoffe, dass sich das über kurz oder lang wieder einspielt. Neue Bestleistungen kann ich sicherlich die nächsten 2 Monate nicht erwarten.

Ein paar Links zum Thema:

 

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Ich lebe (laufe) noch. Mein letzter Beitrag ist jetzt schon etwas länger her, aber große Erfolge gab es in diesem Jahr noch nicht zu berichten und ich war auch bisschen faul, was zu schreiben.

Große (und viele) Ziele waren für das Frühjahr 2016 gesteckt: Indoorman Rostock, 100x100m Schwimmen in Hamburg, Paris-Marathon, Hamburg-Marathon und als Frühjahrsfinale der 80km-Ultra Ecotrail in Oslo – etwas unfokusiert eben. Mein Hauptziel lag mal wieder darauf, endlich einen Marathon unter 3 Stunden zu laufen. Gleichzeitig wollte ich aber auch meine Schwimm- und Radleistung verbessern.

Ich versuchte zunächst mein Training auf das Laufen zu konzentrieren, trainierte aber viel zu einseitige Intensitäten. Um die harten, schnellen Intervalle mogelte ich mich gerne mal drum herum und an schnellen Wettkämpfen nahm ich auch nicht teil. Lediglich einen Halbmarathon absolvierte ich mehr Recht als schlecht in 1:32 h. Stabi-Training und Lauf-ABC? Fehlanzeige! Es kam was kommen musste, bereits der Paris-Marathon lief mit 3:35 h nicht sonderlich gut. Damit hatte ich aber schon gerechnet. Als Ursache machte ich schnell das zu warme Wetter, schlechte Vorbereitung, falsches Training und falsche persönliche Einstellung aus. Wenigstens hatte ich eine Woche schönen Urlaub in Paris.

Zwei Wochen später In Hamburg sollte es besser laufen. Mit 3:20 h Netto-Zeit war allerdings  die 3-Stunden-Marke in weite Ferne gerückt. Ok, ist dann halt so. Ich bin ja jetzt auch schon bisschen älter, da wird man halt langsamer, oder? Laut einer Prognose, die ich mal irgendwo im Web gelesen habe, soll ich die 3 Stunden aber noch bis zum 50. Lebensjahr theoretisch schaffen können. Woll’n wir mal sehen …

Dummerweise machte ich nach diesen zwei Marathons den Kapitalfehler nicht ausreichend zu pausieren/regenerieren. Folge: Eine Woche später fette Knochenhautenzündung im Schienbein. Super! Hatte ich letztes Jahr auch schon, nur im anderen Bein – haben wir wohl wieder nichts gelernt. Den 80km-Ultratrail in Oslo konnte ich somit also vergessen. Da mein Schienbein dank 2-wöchigem Laufverzicht jedoch ausgesprochen schnell heilte, beschloss ich, es in Oslo dennoch auf der 30-km-Strecke zu versuchen, was dann auch gut ging. Der Ecotrail in Oslo war großartig. Herrliche Landschaft und ein wirklich einmaliges Lauferlebnis plus eine Woche Urlaub in Oslo.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich einige blöde Anfängerfehler in der Frühjahrsaison gemacht habe, aber letztendlich noch mit einem blauen Auge davon gekommen bin, sprich: Ich habe immer noch Spaß am Laufen und ich bin nicht verletzt. Im Herbst gebe ich mir dann wieder die Kante, aber jetzt beginnen ersteinmal die Triathlons. Möge die Spiele beginnen!

Notiz an mich: Nächstes Jahr keinen Marathon auf Zeit im Frühjahr laufen, sondern mich selbst erst im Herbst abschießen, damit ich im Winter auch vernünftig regenerieren kann/muss. Mehr von diesem Trail-Scheiß! Das macht einfach irre Spaß.

Finisher

Seit Nizza ist jetzt etwas Zeit ins Land gezogen und meine 2015-er-Saison nährt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Allerdings stehen noch ein paar Todo’s auf meinem Zettel, wie z.B. der Berliner-Marathon, der Rostocker-Triathlon und als Herbst-Highlight mein erster Ultramarathon, der 63 Kilometer lange Röntgenlauf in Remscheid, den ich mir quasi zum Geburtstag schenke. Was gibt’s Schöneres? 😉

FoerdecrossingNach Nizza musste ich ein paar Wunden lecken. Eine Entzündung im Schienbein (Schienbeinkantensyndrom oder auch Shine Splints genannt – nach Selbstdiagnose), die ich bereits seit dem Hamburg-Marathon mit mir rumschleppte, jedoch nicht richtig ernst genommen hatte, zwang mich zunächst dazu mein Training massiv runterzufahren. In der Konsequenz bedeutete das für mich auch die Absage des Osteeeman-Triathlons bei dem ich eigentlich in der Staffel einen Marathon laufen wollte. Ich tröstete mich  mit der Teilnahme an der Rostocker-Marathonnacht, bei der ich allerdings nur die Halbmarathondistanz lief. Eine Woche zuvor war ich bereits  Landesligaverpflichtungen beim Silbersee Triathlon in Stuhr (Nähe Bremen) auf der olympischen Distanz (1,9K Swim, 40K Bike, 10K Run) nachgekommen und konnte mit 2:29 h eine für mich sehr gute Zeit hinlegen.

Ein weiteres Highlight war meine Teilnahme am Fördecrossing, einem Open-Water-Schwimmevent in der Nähe von Flensburg, beim dem man in der Ostsee von Dänemark nach Deutschland ca. 3 km zu schwimmen hatte. Perfektes Wetter, d.h. Sonne, leichter Rückenwind, 21°C Wassertemperatur, und ein perfekt organisierter Wettkampf sorgten für entsprechend gute Laune und eine neue Bestzeit (51 Minuten) für mich auf dieser Distanz. Nächstes Jahr gerne wieder …

Derzeit trainiere ich auf den Ultramarathon nach einem 70-km-Trainingsplan von Hubert Beck mit Zielzeit von 6:30 h. Mein Ziel ist es den Röntgenlauf unter 6 Stunden zu laufen, was ich auch für machbar halte. Allerdings habe ich bisher keine Ultralauf-Erfahrung, deshalb wird es sehr spannend, wie dieser Lauf für mich ausgehen wird. Der Trainingsplan sieht u.a. auch mehrere 40-km-Trainingsläufe vor, weshalb ich den 4 Wochen früher stattfindenden Berliner-Marathon “nur” als Trainingslauf absolvieren will. Mein Ziel: Spaß haben und Berlin genießen!

2014: 2015 wird alles besser

Veröffentlicht: 2. Januar 2015 in Allgemein

pokal_papaEs lässt sich natürlich nicht vermeiden, das Jahr 2014 auch mal insgesamt rückwirkend zu betrachten. Das Jahr fing erfolgversprechend mit einer neuen persönlichen Marathon-Bestzeit von 3:11 Stunden an, den Rest des Jahres trat ich jedoch auf der Stelle. Mir fehlte der Biss. Dafür hatte ich allerdings einige sehr schöne Events auf meiner TODO-Liste, die ich alle erfolgreich durchbrachte, z.B. die Challenge Roth, eine Hitzeschlacht auf hohem Niveau, und dann natürlich der New York-Marathon, den ich nie vergessen werde. Daneben habe ich aber auch an vielen kleineren Veranstaltungen teilgenommen und viel herumprobiert, z.B. der Gegen-den-Wind-Triathlon in St.Peter-Ording, oder der erste IRONMAN 70.3 auf Rügen bei sensationell schlechtem Wetter und dann war da auch der Brocken-Marathon, ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis.

2015 wird alles anders – nö, nicht wirklich. Wieder steht eine Triathlon-Langdistanz (IRONMAN Nizza) an und wieder will ich den Marathon endlich unter 3 Stunden laufen. Dazu bieten sich zwei Gelegenheiten: beim Hamburg-Marathon im Frühjahr und beim Berlin-Marathon im Herbst. Dazwischen stehen einige Spaß-Events an: 24-Stunden-Schwimmen in Lüneburg, bei dem ich mal versuchen will einen Halbmarathon zu schwimmen, Fördecrossing (Schwimmen von Dänemark nach Deutschland), im Herbst evtl. mal einen kleinen Ultra-Lauf und und und  …

Und hier noch ein paar Zahlen:

  • Ich habe 6 kg zugenommen (Leider nicht nur Muskelmasse)
  • Ich bin 2.500 km gelaufen (gleich wie 2013)
  • Ich bin 325 km geschwommen (50 km mehr als 2013)
  • Ich bin 5.300 km Rad gefahren (500 km weniger als 2013)
  • Ich habe bis jetzt insgesamt 10 Marathons und 2 IRONMAN absolviert

Was war. Was wird.

Veröffentlicht: 7. Januar 2014 in Allgemein

pokaleIch kann wohl behaupten, dass 2013 für mich ganz gut “gelaufen” ist, schließlich habe ich alle meine Ziele ohne große Verluste erreicht und bin im Schwimmen, Laufen und Radfahren deutlich schneller geworden.

Das Jahr begann mit einem 24-Stunden-Schwimmen und ich konzentrierte mich zunächst auf das Laufen. Nach ein paar Halbmarathons stand als erstes großes Highlight der Hamburg-Marathon auf dem Plan, den ich mit 3:14 h durchlief, mehr als 1:30 h schneller als noch vor einem Jahr. Danach folgten zwei Mitteldistanz-Triathlons zur Vorbereitung auf mein eigentliches Saisonziel, dem Ostseeman, meine erste Triathlon-Langdistanz. Im August schaffte ich dann was ich vor zwei Jahren noch für unmöglich hielt: Nach 11:20 h überquerte ich in der Triathlon-Königsdisziplin nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad und 42 km Laufen die Ziellinie in Glücksburg. Das war eines meiner größten Erlebnisse und ich werde es so schnell nicht vergessen.

Die zweite Jahreshälfte war dann wieder geprägt von Laufveranstaltungen. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt. Ich trainierte härter und wollte unbedingt noch 2013 einen Marathon unter 3 Stunden schaffen. Leider erreichte ich dieses Ziel jedoch noch nicht ganz, auch wenn mich letztendlich nur 14 Minuten davon trennten. Durch meine erfolgreichen Teilnahmen an einer Vielzahl der Volksläufe in und um Lüneburg erreichte ich jedoch noch ganz nebenbei und von den meisten unbemerkt den zweiten Gesamtplatz in meiner Alterklasse im SALAH-Cup, ein regionaler Lauf-Cup, und kann mich jetzt zu den schnellsten Ausdauerläufern in meiner Region zählen.

Mein Hauptsaisonziel für 2014 ist es, die Challenge Roth (Langdistanz) im Juli unter 11 Stunden zu schaffen. Davor stehen zur Vorbereitung der Rotterdamm-Marathon sowie zwei Triathlon-Mitteldistanzen am O-See in Uelzen und am Chiemsee an. Die zweite Jahreshälfte will ich dann wieder ganz relaxt angehen: Inselschwimmen von Rügen nach Hiddensee, Ironman 70.3 Rügen und den New York Marathon, falls ich ein Los gewinne.

2013 in Zahlen

  • 280 km geschwommen, davon 40 km in offenen Gewässern
  • 6.000 km Rad gefahren und habe dabei 33 Höhenkilometer zurückgelegt
  • 2.500 km gelaufen
  • 1.000 Wettkampfkilometer
  • 1.000 km mit dem Motorrad gefahren und 25.000 km mit dem Auto

Laufen hilft!

Veröffentlicht: 18. Dezember 2013 in Allgemein, Berichte, Laufen

Sonntagnachmittag, 3. Advent 2013 in der rappelvollen Lüneburger-Altstadt: Das Jahr 2013 neigte sich dem Ende entgegen und ich war schon seit einigen Wochen keine längeren Strecken mehr gelaufen. Deshalb kam mir ein Aufruf zu einem  24-Stunden-Spendenlauf für die Taifun-Opfer auf den Philippinen in der Lüneburger-Altstadt am 3. Adventwochenende ganz gelegen. “Kannst ja mal ein paar Runden in der Stadt drehen. Ist mal was anderes als immer nur auf den blöden Bardowicker-Feldwegen zulaufen.”, war mein Gedanke.

Der Lauf startete am Samstagabend 19:00 Uhr. Für jede gelaufene Runde wurde von Sponsoren 1 Euro gespendet. Der Rundkurs war ca. 800 m lang und verlief direkt durch die Fußgängerzone der Lüneburger-Altstadt – Weihnachtsmarktgetümmel inbegriffen. Das war natürlich Absicht, denn schließlich sollten die Läufer ja Aufmerksamkeit erregen, um möglichst viel Spendengeld zusammenbringen zu können.

Da meine Eltern am Samstagabend zu Besuch waren und ich am Sonntagvormittag zunächst meine wohl verdiente SALAH-Cup-Urkunde abholen wollte, startete ich jedoch erst am Sonntagnachmittag um 15:00 Uhr. Hatte also noch 4 Stunden um ein paar Runden drehen zu können. Die Veranstalter des Laufs hatten sich in der Heiligengeiststraße vor dem Gasthof Krone positioniert und “baten” in guter alter Marktschreiermarnier höflich um Spenden. Die Anzahl der Läufer auf der Runde war gut zu überschauen und bereits nach einigen Runden kannte man sich. Die erste Stunde auf der Strecke war ich bei einem gemütlichen 6er-Pace nur am Sabbeln. Dann steigerte ich das Tempo und lief den Rest der Strecke mit einem ruhigen 5er-Pace weiter. So ein kurzer Rundkurs durch die Stadt ist etwas besonderes und im gewissen Sinne mit einem Crosslauf vergleichbar. Da war zum Beispiel dieser Weihnachtsmarkt-Mutzen-Stand. Vor dem Stand natürlich eine große Ansammlung von Menschen, die es läuferisch immer wieder zu überwinden galt. Keine leichte Aufgabe. Außerdem gab es da noch diesen kleinen Anstieg in der Heiligengeiststraße, der in jeder Runde steiler zu werden schien.

Ich lief knappe 3 Stunden und brachte es dabei auf 38 Runden. Insgesamt wurden ca. 2600 Runden gelaufen und es kamen ca. 10.000 € Spendengeld zusammen – weniger als sich die Veranstalter erhofft hatten. Davon schaffte Mike Heidorn, der auch als letzter Läufer ins Ziel kam, ganze 102, dicht gefolgt von Carsten Horn mit 101 Runden, den ich auf seinen letzten Kilometern noch begleiten durft. Respekt!

Und so sah die Strecke aus:

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Sub3 / Versuch 1: Verkackt!

Veröffentlicht: 22. Oktober 2013 in Allgemein, Berichte, Laufen

Nach meiner Absage am Odense Marathon auf Grund meines gebrochenen Arms stand für mich als letztes Highlight in der Saison 2013 der 6. Stadtwerke Lübeck Marathon auf dem Plan. Hier wollte ich es endlich einmal wissen: Schaffe ich es, einen Marathon unter 3 Stunden zu laufen? Um es schonmal vorweg zu nehmen: Diesmal habe ich es noch nicht geschafft. Aber ich war dicht dran.

Im April 2013 konnte ich bereits beim Hamburg Marathon eine Zeit von 3:14 h erreichen. Der Hamburg Marathon diente mir außerdem als Vorbereitung auf mein eigentliches Saisonziel: einen Langdistanz-Triathlon (Ostseeman) schaffen. Ich erhoffte mir nach dem Ostseeman noch einmal einen Leistungssprung. Außerdem war ich im Stande, 10km unter 40 min und einen Halbmarathon unter 1:30 h zu laufen. Die theoretischen Vorraussetzungen waren also alle gegeben. Ich trainierte brav nach einem Trainingsplan für die Sub3 (kurz für Zielzeit unter 3:00 h) von Hubert Beck, merkte aber schon im Training, dass es etwas eng werden könnte. Damit ich die Sub 3 schaffen kann, mussten für mich also alle Faktoren (Wetter, Strecke, Trainingszustand) optimal sein. Wegen der unsicheren Wetterlage wollte ich mich erst am Sonntag vor Ort in Lübeck anmelden. Deshalb musste ich persönlich bereits am Freitag vor dem Start nach Lübeck. Durch diesen Umstand geschah es, dass ich bei der Nachmeldung zufällig die Startnummer 2 zugewiesen bekam, die kleineste Startnummer die vergeben wird und die Startnummer des Vorjahressiegers, der anscheinend nicht antreten konnte oder wollte. Zuerst freute ich mich, aber später empfand ich es als eine Last.

Just RunDas Wetter am Sonntag, den 20. Oktober 2013 um 10:00 Uhr, war optimal: 16° C, bedeckt, 12 km/h Wind. Ich lief, wie im Training erprobt, mit einem PACE von 4:25 min/h los. Dieses Tempo konnte ich bis KM10 auch ganz gut halten. Da hatte ich den Herrentunnel zwischen Lübeck und Travemünde bereits hinter mir und ich fühlte mich gut. Die Halbmarathon-Marke in Travemünde erreichte ich nach 1:33 h. Da ich meine Tempo ab diesem Punkt nochmal steigern wollte, wären die Sub3 also noch drin gewesen. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte: Auf der ersten Hälfte hatte ich leichten Rückenwind. Dies sollte sich sofort nach der Wendemarke rächen. Außerdem erwartete mich jetzt eine lange Steigung. Ich versuchte meinen PACE von 4:10 min/h zu halten, was jedoch nicht möglich war. Die Rechnung bekam ich dann bei KM30 serviert: Durchfall! Glücklicherweise befand sich an dieser Marke eines der seltenen Dixie-Klos auf dieser Strecke. Anschliessend ging es mir wieder besser, aber meine PACE sank auf 4:35 min/h und somit die Sub3 nicht mehr möglich. Letzendlich erreichte ich als 33./371 nach 3:14 h das Ziel.

Der nächste Versuch startet beim Rotterdam-Marathon im April 2014.